Chainlink (LINK) setzt einen neuen Meilenstein bei der Verankerung in der traditionellen Finanzwelt. Bottomline, einer der drei weltweit führenden Anbieter für das Swift-Netzwerk, das jährlich Zahlungen in Höhe von über 16 Billionen US-Dollar abwickelt, hat soeben „Global Pay Connect“ gestartet. Dabei handelt es sich um eine von Chainlink betriebene Plattform, die mehr als 600 Banken mit Blockchain-Netzwerken verbinden wird.
17. September 2026 um 17:45 Uhr.
4 Minuten Lesezeit

Illustration mit OpenAI erstellt
Bottomline vernetzt 600 Banken via Chainlink mit Blockchains
In einer Pressemitteilung vom 17. September 2026 enthüllte Bottomline, ein US-Dienstleister unter den drei weltweit führenden Anbietern von Swift-Services, „Global Pay Connect“ – seine neue SaaS-Plattform (Software as a Service) für Zahlungskonnektivität.
Diese Plattform ermöglicht es Finanzinstituten, ihre bestehende Zahlungsinfrastruktur (egal ob auf Basis von Swift, SEPA, CHAPS oder anderen Systemen) mit Blockchain-Netzwerken zu verknüpfen. Chainlink (LINK) liefert hierbei die Interoperabilitätsschicht, die diese Verbindung für über 600 Banken erst möglich macht.
NEU: Bottomline, ein Top-3-Swift-Dienstleister, der jährlich über 16 Billionen US-Dollar an Zahlungen bewegt, hat Global Pay Connect gestartet, eine neue On-Chain-Zahlungskonnektivitätsplattform für über 600 Banken, angetrieben von Chainlink. @bottomlinepay und Chainlink bieten Finanzinstituten nun eine… pic.twitter.com/CyRzEljJ2g
— Chainlink (@chainlink) 17. September 2026

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Mehrere klassische Zahlungsnetzwerke werden mit Blockchains verbunden
Über Swift hinaus deckt Global Pay Connect ein breites Spektrum an Zahlungswegen ab, sowohl international als auch national. Wie bereits kurz erwähnt, unterstützt die Plattform zudem SEPA für den Euroraum, Bacs und CHAPS für das Vereinigte Königreich, SIC für die Schweiz, CHIPS für die USA, Lynx für Kanada sowie EBICS für Kontinentaleuropa.
Global Pay Connect wird darüber hinaus Host-to-Host-Verbindungen unterstützen, die direkt zwischen Banken und Unternehmen bestehen. Bottomlines neue Plattform zielt darauf ab, den Großteil der von großen Banken genutzten Zahlungsnachrichten zu vereinheitlichen – weit über Swift hinaus.
Laut einer von Bottomline durchgeführten Studie nennen 40 % der Finanzchefs veraltete Infrastrukturen als das größte Hindernis für die Einführung von Echtzeit-Zahlungen. Schlimmer noch: Nur 28 % von ihnen halten die SaaS-Einführung in ihrem Institut für wirklich modern. Diese Zahlen verdeutlichen den technologischen Rückstand eines Teils des Bankensektors, während gleichzeitig der regulatorische Druck (ISO 20022, Transparenz bei grenzüberschreitenden Zahlungen) wächst.
Chainlinks CCIP und CRE im Zentrum der Lösung
Technisch basiert die Integration auf zwei Flaggschiff-Produkten von Chainlink. Das erste, das Cross-Chain Interoperability Protocol (CCIP), verbindet die Zahlungsinfrastruktur von Bottomline mit den verschiedenen Blockchain-Netzwerken über ein einziges Integrationsmodell. Das zweite, die Chainlink Runtime Environment (CRE), orchestriert die Zahlungsströme von Ende zu Ende – sowohl On-Chain als auch Off-Chain.
Das Ergebnis laut Chainlink: Banken können auf Blockchain-Zahlungswege zugreifen, während sie ihre Swift-Standards und gewohnten Nachrichtensysteme beibehalten. Es ist also nicht nötig, ihre Systeme grundlegend umzubauen oder für jedes Netzwerk eine spezifische Integration zu entwickeln.
Johann Eid, Chief Business Officer bei Chainlink Labs, fasst es so zusammen: „Durch die Kombination der Reichweite von Bottomline mit der Infrastruktur von Chainlink ermöglicht Global Pay Connect Hunderten von Finanzinstituten, ihre bestehende Infrastruktur zu nutzen, um über eine einzige, netzwerkagnostische Verbindung auf On-Chain-Zahlungswege zuzugreifen.“

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TradFi will sich mit On-Chain-Zahlungswegen verbinden
Seitens Bottomline ordnet Vitus Rotzer, Head of Global Banking GTM, die Initiative als logische Kontinuität zwischen traditionellen Systemen und neuen On-Chain-Zahlungsmodellen ein:
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Global Pay Connect ist die Brücke zwischen aktuellen Anforderungen an die Zahlungsinfrastruktur und der zukünftigen Entwicklung von Zahlungsökosystemen. Die Plattform hilft Instituten, durch intelligente Validierung und KI-gestützte Analysen einen höheren Mehrwert aus Zahlungsdaten zu ziehen, während gleichzeitig aufkommende Modelle wie digitale Vermögenswerte und Tokenisierung unterstützt werden.
Ein Ansatz, der den Wunsch der TradFi-Akteure widerspiegelt, den Übergang zu On-Chain-Systemen nicht passiv zu erleben, sondern ihn aus ihrer eigenen Infrastruktur heraus zu steuern.
Ein weiterer Schritt zur institutionellen Adoption
Diese Partnerschaft reiht sich ein in eine Serie strategischer Abkommen, die Chainlink mit wichtigen Akteuren der traditionellen Finanzwelt geschlossen hat. In den letzten Monaten wurde das Orakel-Protokoll unter anderem von der DTCC für ihre zukünftige Tokenisierungsplattform ausgewählt und vom US-Bundesstaat Wyoming zur Überprüfung der Reserven seines offiziellen Stablecoins FRNT genutzt.
Ein weiterer Faktor: Bottomline ist kein isolierter Akteur. Das Unternehmen befindet sich seit Mai 2022 im Besitz von Thoma Bravo, die es für etwa 2,6 Milliarden US-Dollar übernahmen. Thoma Bravo ist kein gewöhnlicher Fonds: Es handelt sich um einen der weltweit größten Private-Equity-Investoren im Softwarebereich mit einem verwalteten Vermögen von über 170 Milliarden US-Dollar. Das unterstreicht die Dimension dieser Wette auf die On-Chain-Zukunft durch Global Pay Connect.
Marktseitig ist die Reaktion beim Kurs von LINK positiv, bleibt aber verhalten: Zum Zeitpunkt des Schreibens liegt der Token bei etwa 11,25 US-Dollar, ein Plus von 5,1 % in 24 Stunden. Es bleibt abzuwarten, wie viele der 600 potenziell betroffenen Banken tatsächlich den Schritt zu On-Chain-Anwendungsfällen wagen werden. Doch mit Swift als Einstiegspunkt setzt sich Chainlink weiterhin methodisch an die Schnittstelle zwischen TradFi und DeFi.

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Quellen: Bottomline-Pressemitteilung, Chainlink auf X