Citigroup geht eine Partnerschaft mit Coinbase ein, um klassische Bankinfrastrukturen und Blockchain-Zahlungen enger miteinander zu verknüpfen. Die Kooperation richtet sich zunächst an institutionelle Kunden und soll den Wechsel zwischen Fiatwährungen und digitalen Assets vereinfachen, wobei Stablecoins im Mittelpunkt stehen.

28. September 2026 um 14:51.

2 Minuten Lesezeit

Illustration generiert mit OpenAI

Citigroup und Coinbase wollen Bankwesen und Blockchain verbinden

Citigroup stärkt ihre Verbindungen zum Krypto-Ökosystem. Die US-Großbank hat sich mit Coinbase zusammengeschlossen, um neue Zahlungsinfrastrukturen für ihre institutionellen Kunden zu entwickeln. Ziel ist es, Transfers zwischen traditionellen Währungen und digitalen Assets zu erleichtern und Stablecoins langfristig stärker in internationale Zahlungswege zu integrieren.

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In einer ersten Phase konzentriert sich die Partnerschaft auf sogenannte „On-Ramps“ und „Off-Ramps“, also Systeme, die den Wechsel von Dollar oder anderen Fiatwährungen in digitale Assets und umgekehrt ermöglichen. Citi und Coinbase wollen zudem die Orchestrierung dieser Zahlungen verbessern und den Betrieb rund um die Uhr verfügbar machen.

JUST IN: 🇺🇸 $2.8 trillion Citi partners with Coinbase to enable stablecoin payments for institutional clients. pic.twitter.com/KbNn9vvx2k

— Watcher.Guru (@WatcherGuru) 28. September 2026

Citi verfügt über mehr als 300 Clearing-Netzwerke in 94 Märkten. Coinbase bringt seinerseits die eigene Krypto-Infrastruktur, Verwahrtechnologie und den Zugang zu Blockchains ein.

Diese Allianz zielt unter anderem darauf ab, die Bedürfnisse internationaler Unternehmen zu decken, indem sie beispielsweise Geldbewegungen außerhalb der klassischen Banköffnungszeiten ermöglicht. Gleichzeitig sollen Reibungsverluste bei grenzüberschreitenden Zahlungen reduziert werden.

Stablecoins bilden dabei einen der wichtigsten Anwendungsfälle. Citi und Coinbase prüfen insbesondere Lösungen, mit denen klassische Währungen direkt in Stablecoins umgewandelt und auf der Blockchain übertragen werden können. Coinbase präsentiert den USDC mittlerweile als einen der Vermögenswerte, die in diese institutionelle Infrastruktur integriert werden könnten.

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Citigroup baut ihre Krypto-Präsenz weiter aus

Für Citi ist diese Partnerschaft Teil einer breiteren Strategie. Die Bank arbeitet bereits seit mehreren Jahren an digitalen Vermögenswerten und verfügt mit „Citi Token Services“ bereits über eine Infrastruktur, die vor allem auf Transfers und das Liquiditätsmanagement institutioneller Kunden ausgelegt ist.

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Große Banken suchen intensiv nach den Technologien, die den Zahlungsverkehr der Zukunft dominieren werden. Stablecoins versprechen fast sofortige und permanent verfügbare Abrechnungen, während das internationale Bankensystem noch weitgehend von festen Öffnungszeiten und zahlreichen Intermediären abhängig ist.

Diese Entwicklung erzeugt jedoch auch einen gewissen Konkurrenzdruck für die Banken. Das „Wall Street Journal“ berichtete kürzlich, dass Citigroup, Bank of America, Goldman Sachs und mehrere andere Institute Teil eines Konsortiums aus 21 Unternehmen sind, die einen eigenen Stablecoin planen – ein Start wird für das erste Halbjahr 2027 in Betracht gezogen.

Die Partnerschaft mit Coinbase verdeutlicht eine zweigleisige Strategie: Man nutzt einerseits die Infrastruktur eines etablierten Krypto-Akteurs und bereitet gleichzeitig Lösungen vor, die direkt vom Bankensektor kontrolliert werden.

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Quellen: Wall Street Journal