Das Wichtigste in Kürze:

  • Cynthia Lummis lehnt den Gegenentwurf der Demokraten zu ethischen Regeln für Krypto-Interessen von Amtsträgern ab.
  • Der CLARITY Act muss sich diesen Dienstag einer ersten verfahrenstechnischen Abstimmung stellen, ohne bisher über ausreichende Unterstützung der Demokraten zu verfügen.
  • Der Hauptstreitpunkt betrifft Donald Trump und die Mechanismen zur Durchsetzung von Beschränkungen für seine Krypto-Interessen.

Die Zukunft des CLARITY Act entscheidet sich an diesem Dienstag, den 15. September, im US-Senat. Nur wenige Stunden vor der ersten verfahrenstechnischen Abstimmung lehnten die Republikaner unter Führung der Senatorin Cynthia Lummis den jüngsten Gegenentwurf der Demokraten ab, wodurch der Gesetzentwurf vorerst ohne erkennbaren parteiübergreifenden Kompromiss dasteht.

Es steht viel auf dem Spiel. Ohne genügend Stimmen der Demokraten droht das Gesetz zur Marktstruktur von crypto-Assets an dieser ersten Hürde zu scheitern. Ein Misserfolg würde die Verabschiedung eines der wichtigsten Gesetze zur Klärung des Regulierungsrahmens für digitale actifs in den USA erneut verzögern.

Warum lehnen die Demokraten den CLARITY Act ab?

Der Streit konzentriert sich mittlerweile stark auf die ethischen Regeln für Amtsträger, wobei die finanziellen Interessen von Donald Trump im Krypto-Bereich im Hintergrund eine zentrale Rolle spielen.

Am Sonntagabend veröffentlichten die Republikaner im Senat ihre vermeintlich „finale“ Version des CLARITY Act. Diese verpflichtet Amtsträger dazu, „signifikante finanzielle Interessen“ zu veräußern oder in einen sogenannten blind trust zu überführen.

Der Entwurf sieht zudem vor, den Generalstaatsanwälten der Bundesstaaten Befugnisse einzuräumen, um die Einhaltung dieser Bestimmungen durchzusetzen – unter anderem durch die Möglichkeit, Klagen gegen Krypto-Plattformen und das US-Justizministerium einzureichen.

Für die Demokraten beheben diese Zugeständnisse nicht das Kernproblem.

Senatorin Elizabeth Warren ist der Ansicht, dass das Gesetz erhebliche Lücken aufweist. Einer der Kritikpunkte betrifft die Anwendung auf den Präsidenten selbst: Wenn eine action vom Justizministerium abhängt, wird dessen Unabhängigkeit zu einem kritischen Konfliktpunkt, sobald die finanziellen Interessen von Donald Trump betroffen sind.

Die Demokraten haben daher am Montagabend einen neuen Gegenentwurf vorgelegt, der diese ethischen Vorgaben verschärfen soll.

Cynthia Lummis wirft den Demokraten vor, alte Forderungen aufzuwärmen

Die Reaktion der Republikaner ließ nicht lange auf sich warten. Am Dienstagmorgen erklärte Katie Warbinton, die Sprecherin von Cynthia Lummis, gegenüber The Block, dass der neue Vorschlag der Demokraten nahezu „identisch“ mit deren vorheriger Position sei.

Sie müssen endlich anfangen zu verhandeln, anstatt immer wieder dieselben Forderungen zu stellen.

Der demokratische Senator Mark Warner widerspricht dieser Darstellung. Er betont, dass die Forderungen keine Überraschung seien, da es sich um Bestimmungen handele, die seine Partei bereits seit fast einem Jahr einfordere.

Dieses gegenseitige Unverständnis kommt für die Befürworter des Gesetzes zur Unzeit. Nach monatelangen Verhandlungen dreht sich der Konflikt nicht mehr nur um die Kompetenzverteilung zwischen den Finanzaufsichtsbehörden. Die activités crypto von Donald Trump sind zu einem der größten politischen Hindernisse für einen parteiübergreifenden Konsens geworden.

Was passiert, wenn der CLARITY Act diese erste Abstimmung übersteht?

Die für diesen Dienstag geplante Abstimmung ist noch nicht die endgültige Verabschiedung des CLARITY Act. Es handelt sich um einen notwendigen verfahrenstechnischen Schritt, um das Gesetz im Senat voranzubringen.

Im Erfolgsfall müssten die Senatoren anschließend über die tatsächliche Annahme des Entwurfs abstimmen. Danach müsste das Gesetz das Repräsentantenhaus passieren, bevor es Donald Trump zur Unterzeichnung vorgelegt werden könnte.

Dieses Szenario bleibt jedoch höchst ungewiss. Wenige Stunden vor der Abstimmung macht der Mangel an demokratischer Unterstützung ein Überwinden dieser ersten Hürde wenig wahrscheinlich.

Worauf Sie achten sollten

Das Ergebnis der Abstimmung wird zeigen, ob die Verhandlungen schnell in Richtung einer Verabschiedung des CLARITY Act führen können oder ob der Kongress in eine neue Phase des Stillstands eintritt.

Die zentrale Frage wird vor allem sein, ob Republikaner und Demokraten noch einen Kompromiss zu den ethischen Regeln finden können. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint keine der beiden Seiten bereit, beim Mechanismus zur Kontrolle der Krypto-Interessen der höchsten US-Amtsträger nachzugeben.

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Alex

Autor

Chief Content Officer CoinAcademy. Technik, Finanzen, Krypto, KI. Alex@coinacademy.fr